Kulinarik auf höchstem Niveau: Kochfabrik Achern feiert 15-Jähriges mit Spitzenköchen und XXL-Küchenparty

  • 27 Mai 2026
  • Ortenau Journal
 
Kulinarik auf Spitzenniveau, prominente Gastköche und ausgelassene Stimmung bis tief in die Nacht: Die Kochfabrik in Achern hat ihr 15-jähriges Bestehen mit einer großen XXL-Küchenparty gefeiert. Rund 150 Gäste erlebten dabei Kreationen renommierter Köche – darunter Kochlegende Harald Wohlfahrt und Deutschlands erster vegetarischer Sternekoch Jan Hoffmann. Für Küchenchef Jan Pettke war der Abend zugleich ein Zeichen dafür, dass hochwertige Gastronomie in der Region weiterhin begeistert.
Von Nicole Zscherneck

Einen Abend der kulinarischen Superlative erlebten rund 150 Gäste bei der XXL-Küchenparty in der Kochfabrik in Achern. Der Anlass: Das bereits 15-jährige Bestehen der „sterneverdächtigen Gastronomie“ im Scheck-In-Center, wie es Geschäftsführerin Susanne Scheck-Reitz betonte: „Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Wir wissen noch genau wie wir 2011 gestartet sind.“

Einfach mal was probieren wollte man damals. „Jetzt, 15 Jahre später, stehen wir immer noch hier. Es war wohl keine ganz schlechte Idee.“ Als man vor rund zehn Jahren den heutigen Küchenchef der Kochfabrik an Bord holen konnte, habe dieser nochmal für einen Qualitätssprung gesorgt. Jan Pettke selbst wurde 2017 sogar „Koch des Jahres“, worauf das Team sehr stolz sei. „Er kocht nicht nur auf höchstem Niveau, sondern formt auch ein tolles Team, das Höchstleitungen auf den Teller bringt“, lobt Scheck-Reitz.

Vertrauensbeweis in die Kochfabrik

Die Küchenpartys seien ein „echter Renner“, und das ist in Zeiten, in denen immer mehr Gastronomie schließt. Es sei ein Vertrauensbeweis in die Kochfabrik Achern. „Das geht nur, wenn Herz, Qualität und ein gutes Team zusammenkommen.“ Viele Gastköche sind dem Ruf von Jan Pettke gefolgt. So auch Kochlegende Harald Wohlfahrt, der höchste Kochqualität mitentwickelt und geprägt hat sowie schon seit Jahren ein Genussbotschafter für Kochfabrik und Scheck-In ist, so Pettke. „Es ist eine Riesenehre mit ihm zu arbeiten, man lernt jedes Mal noch dazu.“

Koch Harald Wohlfahrt

Koch-Legende Harald Wohlfahrt zaubert. Foto: Nicole Zscherneck

Lange Schlange bei Harald Wohlfahrt

So war auch an der Station des ehemaligen Kochs der Schwarzwaldstube schon am Anfang eine lange Schlange, die seinen Beitrag zur Küchenparty „Kartoffelblini mit Tsar Nikolaj-Lachs und Imperialkaviar auf Limonenbuttersauce“ probieren wollte. Und der kam sehr gut an, so wie auch die anderen kulinarischen Leckerbissen der allesamt seit Jahren oder Jahrzehnten mit Pettke befreundeten Gastköche oder Köche der Kochfabrik. „Einen besseren Abend kann ich mir nicht wünschen“, sagte dieser, der die ganze Kulinarik in die Hände seiner Kollegen legte und selbst dafür sorgte, dass es an keiner Station an etwas mangelt.

Familie restlos begeistert

So konnten die Gäste Kulinarik auf höchstem Niveau speisen. Jan Hoffmann vom Ritter in Durbach und Deutschlands erster vegetarischer Sternekoch gelang mit dem Blumenkohl „polnisch“ beispielsweise eine Speise, die schon beim Anrichten sehr vielversprechend war. „Mein Anliegen ist es, regional und nachhaltig zu kochen“, sagte Hoffmann, der mit Pettke auf der MS Europa war und sich dort mit ihm angefreundet hat. Eine Familie aus Renchen, die nicht genau wusste was auf sie zukommt, war restlos von den angebotenen Speisen begeistert. „Heute ernährt man sich viel bewusster, vielfältiger und regionaler. Das ist sehr wichtig.“

"Weltbeste Pizza" bei Tobias Kühnle

Auch Freisser Duran, Azubi der Kochfabrik aus Costa Rica, bezauberte mit „Latin Love Food“ und einer frittierten Kochbanane mit Cheddar und karibischer Tomatensalsa. „Er legt sein Herz auf jeden Teller und somit auch das Feuer Costa Ricas“, sagt Pettke über seinen Schützling. Die laut Küchenchef „weltbeste Pizza“ gab es bei Tobias Kühnle. Er ist Mitglied der „Deutschen Pizza Nationalmannschaft“ und seine „Neapolitanische Pizza vom Feinsten“ wurde dem Namen auch gerecht. Gemeinsam mit Frau Susanne nimmt er auch an Wettkämpfen teil, da gehe es aber hauptsächlich um den Spaß.

Leckereien bei der 15-Jahr-Feier in der Kochfabrik. Foto: Nicole Zscherneck

Mit dem Abend zufrieden

Der Leiter der Kochfabrik, Martin Hellmig, zeigte sich im Laufe des Abends sehr zufrieden. „Die Gastköche sind super für solch einen großen Abend.“ Er dankte Service und Küche, die immer da sind, nicht nur beim Jubiläum. 40 Küchenpartys gebe es pro Jahr. Diese sei aber eine ganz Besondere. Auch eine Outdoor-Station gab es bei der Melbournerin Elena Schöley von Monolith Grill, „die Frau, wenn es ums Grillen geht.“ Dass die Australier Barbecue beherrschen, zeigte sie mit ihrem „Tandoori Chicken“. „Ich habe Jan vor knapp zehn Jahren kennengelernt, und es ist eine Freundschaft entstanden. Er hat gefragt, ob wir vorbeischauen und grillen wollen. Natürlich haben wir zugesagt“, berichtet sie.

Ein besonderer Abend zum 15-Jährigen

„Das erste Mal seit zehn Jahren war ich sehr aufgeregt. Ich habe die ganze Verantwortung in andere Hände abgegeben und ich habe nur geschaut, dass alles läuft. Ich wusste aber, dass es klappt“, zeigt sich Jan Pettke im Laufe des Abends erleichtert. Er habe nur Leute auf höchstem kulinarischen Niveau eingeladen. Die Feier zu 15 Jahren Kochfabrik sollte ein Abend sein, der besonders und anders sein würde, als das was sie sonst machen. „Es ist ein rundum gelungener Abend. Mir gibt es das Gefühl, dass wir vieles richtig machen.“ Er wolle die Kulinarik in der Region wieder nach oben bringen und sich dabei ohne Konkurrenzgedanken gegenseitig unterstützen. Mit den Köchen des Liberty in Offenburg und dem Ritter in Durbach habe man beispielsweise tolle Köche heute hier und gute Adressen.

Party bis spät in die Nacht

Jeder Koch durfte heute das kochen, was er wollte. „Lustigerweise gab es keine Dopplung.“ Sophie Mussotter und Sebastian Kraus, beide in den vergangenen Jahren bereits Pâtissièrs des Jahres, rundeten den Abend mit feinen Desserts ab, bevor dann die Jubiläumsparty mit Band Randy Club und DJ Swayzy bis spät in die Nacht andauerte und von den Gästen gebührend gefeiert wurde.

Nicole Zscherneck

Ortenau Journal-Autorin Nicole Zscherneck

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